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Letztes Ergebnis

Das Geschäftsjahr 2009

Im fünften Jahr in Folge ist die Gruppe Mobiliar 2009 über Markt gewachsen. Im schwierigen Wirtschaftsumfeld 2009 hat sie mehr als 100 neue Vollzeitstellen geschaffen. Aus dem operativen Geschäft und Zuschreibungen bei den Kapitalanlagen resultierte ein konsolidierter Gewinn von 393,5 Mio. Franken (Vorjahr 27,6 Mio. Franken). Ihre Versicherten lässt die Mobiliar am Erfolg teilhaben.


Das Bruttoprämienvolumen der Gruppe Mobiliar erreichte 2,93 Mia. Franken. Mit einem Wachstum von 2,9% hat sie erneut im Markt gewonnen: Um 2,4% legte das Nicht-Lebengeschäft zu, während der Schweizer Markt im Durchschnitt mit 0,1% stagnierte. Im Lebensversicherungsgeschäft steht der Zunahme von 4,4% ein Marktrückgang von 1,9% gegenüber.


Erfolg teilen

Als Unternehmen mit genossenschaftlicher Basis lässt die Mobiliar ihre Versicherten regelmässig am Erfolg teilhaben. Im Nicht-Lebengeschäft profitieren bis Mitte 2010 die Haushaltversicherungskunden von einer 20%igen Reduktion der Prämie, danach werden die Kunden der Fahrzeug- und Betriebsversicherungen eine Ermässigung von je 10% auf ihrer Prämienrechnung erhalten. Das entspricht erneut einer Auszahlung von über 100 Mio. Franken. In der Rückversicherung der beruflichen Vorsorge hat die Mobiliar 95% der Erträge zugunsten der Kunden verwendet. Damit wurde die Legal Quote von 90% wesentlich übertroffen.


Ergebnis stärkt Eigenkapitalbasis weiter

Der konsolidierte Jahresgewinn erreichte 393,5 Mio. Franken (Vorjahr 27,6 Mio. Franken). Primäre Ursache dieses Gewinnsprungs waren veränderte Vorzeichen der Kapitalmärkte, gepaart mit Zuschreibungen aufgrund der konsequenten Abschreibungspraxis des Vorjahres. So erreichte das finanzielle Ergebnis 367,9 Mio. Franken (Vorjahr Verlust von 263,7 Mio. Franken). Das technische Ergebnis reduzierte sich auf 87,4 Mio. Franken (Vorjahr 337,3 Mio. Franken); dies als Folge des Schadengeschehens und insbesondere der massiv höheren Überschussbeteiligungen aus dem Sparprozess im Lebengeschäft. Zum Gesamtergebnis trugen das Nicht-Lebengeschäft 302,4 Mio. Franken (Vorjahr 80,1 Mio. Franken) und das Lebengeschäft 91,1 Mio. Franken (Vorjahr –52,5 Mio. Franken) bei.


Das konsolidierte Eigenkapital hat sich aufgrund des Gewinns und der angestiegenen Neubewertungsreserven von 2,529 Mia. Franken auf 2,927 Mia. Franken erhöht. Die Eigenkapitalrendite beläuft sich auf 14,4% (Vorjahr 1,0%).


Sichere Mobiliar

Die Eigenmittelausstattung (Solvabilität I) liegt bei sämtlichen Gruppengesellschaften weit über den geforderten Werten. Sie beträgt für die Gruppe 472% (Vorjahr 434%).


Ausserordentlicher Aufwand für die Pensionskasse

Die Mobiliar hat das Reglement und die Leistungen der Pensionskasse ihrer Mitarbeitenden an die aktuellen technischen Grundlagen angepasst. So ist beispielsweise der Umwandlungssatz für Pensionsalter 65 auf 6,4% gesenkt worden. Zum Ausgleich der Wirkung tieferer Umwandlungssätze werden die Sparbeiträge erhöht. Der ausserordentliche Aufwand von 20,8 Mio. Franken resultiert aus dem Beschluss der Mobiliar, Besitzstände und Überbrückungsmassnahmen für Mitarbeitende zu finanzieren, die kurz vor dem Altersrücktritt stehen.


Nicht-Lebengeschäft

Obschon sich als Folge der Rezession die Rahmenbedingungen schwieriger präsentierten, erzielte das Nicht-Lebengeschäft ein hohes Wachstum von 2,4%. Das liegt erneut deutlich über dem stagnierenden Marktwachstum der Branche von 0,1%. Wachstumstreiber waren wiederum die Haushalt-, Mobilitäts-, Betriebs- und Rechtsschutzversicherungen. Das Bruttoprämienvolumen erreichte 2,16 Mia. Franken.

Die Schadenbelastung hat im Vergleich zum ausserordentlich schadenarmen Vorjahr um 7,6 Prozentpunkte auf 64,1% zugenommen. Neben einzelnen Grossschäden waren im Sommer einige massgebliche Elementarereignisse zu verzeichnen. Dabei sticht das Hagelereignis vom 23. Juli heraus: Hagelkörner, so gross wie Golfbälle, richteten im Mittelland und der Westschweiz immense Schäden an. Für die Mobiliar sind Schäden von über 60 Mio. Franken angefallen, was dem bedeutendsten Hagelereignis in ihrer Geschichte entspricht.

Der Kostensatz hat sich leicht auf 26,7% erhöht (Vorjahr 26,2%). Die Combined Ratio für eigene Rechnung liegt bei 92,4% (Vorjahr 84,4%).


Leben-Geschäft

In einem rückläufigen Markt hat das Leben-Geschäft 4,4% an Prämienvolumen zugelegt. Ihre Leaderpositionen hat die Mobiliar nicht nur verteidigt, sondern sogar ausgebaut: als Spezialist für Risiko-Todesfallversicherungen und als Rückversicherer von Vorsorgeeinrichtungen im BVG-Geschäft.

Als Folge der Finanzmarktkrise haben die Kunden Sicherheit tendenziell höher gewichtet als Aussicht auf bessere Rendite. Dementsprechend war eine teilweise Verlagerung der Nachfrage von fondsgebundenen Lebensversicherungen zu traditionellen gemischten Versicherungen festzustellen. Erwerbsunfähigkeitsversicherungen verzeichneten wiederum einen starken Zuwachs.


Finanzgeschäft

Per 31.12.2009 betrugen die Kapitalanlagen zu Marktwerten 11,56 Mia. Franken. Das finanzielle Ergebnis weist einen Ertrag von 367,9 Mio. Franken aus (Vorjahr Verlust von 263,7 Mio. Franken), was die Erholung der Finanzmärkte widerspiegelt. Hauptfaktor für den ausserordentlichen Anlageerfolg waren Zuschreibungen auf Sachwerten von 120 Mio. Franken (Vorjahr 5,1 Mio. Franken). Alle Anlagekategorien warfen höhere Erträge ab. Die Anlagerendite betrug 3,3% (Vorjahr –2,4%), die Anlageperformance 6,9% (Vorjahr –3,7%) gerechnet nach Global Investment Performance Standards TWR.


Quelle: http://www.mobi.ch